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Am 30. September 2022 liest Barbara Deißenberger aus ihrem Roman "Eine Geschichte in Weiß" (Cover-Illustration: Mischa Skorecz)

09.08.2022

Malerei und Mischa Skorecz

POETISCH BIS POLITISCH. Barbara Deißenbergers Kolumne

Dieser Artikel erschien zuerst in ESSLING Nr. 6 - ein stadtteilmagazin (S. 34)

Dieses Mal werde ich etwas in eigener Sache schreiben, das auch mit anderem als mir zu tun hat: Malerei. Malerei und Mischa Skorecz, um genau zu sein. Wir haben hier in Ess-ling eine große bildende Künstlerin. Falls sie jemand noch nicht kennt, kann ich Abhilfe schaffen: 1952 in Essling geboren, interessierte sich Mischa Skorecz schon als Kind fürs Malen. Fürs Malen und die Natur, um genau zu sein. Diese beiden Pole verbindet sie seit Jahren in der Bo-tanischen Malerei. Sie war Lehrerin und Psychotherapeutin. Sie ist Zuhörerin, Beobachterin und Malerin. Die bildende Kunst begleitete sie bald in allen Lebensphasen. Mischa Skorecz modelliert, malt und zeichnet in verschiedenen Techniken: üppige Skulpturen, gekonnt minimalistische Tusche- und Kohlezeichnungen, feine Aktstudien, exquisite Aquarelle, abstrakte Ölmalerei und Botanisches Malen. Sie schöpft, schafft und macht die Welt um ihre Kunstwerke reicher. Als zugezogene Esslingerin hatte ich das Glück ihre Nachbarin zu werden. Wir freundeten uns an. So begann ich nach und nach, ihre Kunst zu entdecken. Aus Faszination wurde Inspiration. Zuerst schrieb ich nur eine kleine Rede zu einer Vernissage. Dann kam ab und zu ein Gedicht, von einem ihrer Bilder inspiriert. Und nun: ein ganzer Roman zu ihrem Kunstschaffen. Damit bin ich bei der angekündigten eigenen Sache. Bilder in Weiß malte Mischa in einer früheren künstlerischen Phase. In Weiß! Einer Farbe, die sich als solche entzieht. Es sind abstrakte Kunstwerke, die mit dem spielen, was man auf den ersten Blick nicht sieht. "So will ich erzählen!", dachte ich. Und schrieb den Roman „Eine Geschichte in Weiß“. Nicht abstrakt, aber voller Inspirationen durch Mischa Skorecz Bilder und ihr berufliches  Schaffen. Voll von dem, wozu das Leben in Essling und meine Liebe zur Lobau mich anstiften: eine Stadteil-Hommage en miniature und en passant. Auch Vergangenes sieht man nicht auf den ersten Blick. Deshalb wurde es auch eine Geschichte der wilden 60er und 70er, in der ich mir eine junge Mischa ausmale, die rebellisch einem strengen Elternhaus den Rücken wendet und ihren eigenen Weg sucht. Letzteres teilt sie sich mit der zweiten Protagonistin des Romans: Valerie, gerade erst Mutter geworden, beschäftigt sich als Geologin mit den formenden Kräften des Wassers. Hier kommt die Lobau ins Spiel: als Rückzugsort für Ruhe und Selbstbesinnung, Forschungs- und Kunstmotiv und Ausgangspunkt einer Geschichte der Gegend.

„Eine Geschichte in Weiß“ erschien im Sommer 2022 im BUCHER Verlag. Illustriert mit botanischen Malereien von Mischa Skorecz. Erhältlich in allen Buchhandlungen, etwa den „Seeseiten“ und „Ortner Bücher“.

Homepage von Mischa Skorecz: www.botanic-art.at I www.facebook.com/traudl.wunder

Autorin: Barbara Deißenberger


Tagged: Literatur in Essling | Stadtteilmagazin |

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